Drei Minuten und 50 Sekunden mit … First Aid Kit

Sie kommen aus Stockholm: die Schwestern Klara (geb. 1993) und Johanna (geb. 1990) Söderberg. Als Band gaben sie sich den Namen „First Aid Kit“. Ihre Musik ist Indie-Pop und Folk. Bereits 2008 veröffentlichten sie ihre erste EP, 2010 folgte die erste LP, 2012 die zweite „The Lions Roar“, die in Nebraska bereits mit Unterstützung des „Bright Eyes“-Sängers Conor Oberst entstand. In diesem Jahr erschien mit „Stay Gold“ die dritte LP der Schwestern.

Drei Minuten und 50 Sekunden mit ... First Aid Kit

Als Artist des Jahres, Album des Jahres, Popsong des Jahres und Komponist des Jahres erhielten First Aid Kit 2013 den schwedischen Musikpreis Grammis.

My Silver Lining aus “Stay Gold”

First Aid Kit
Stay Gold
Smi Col (Sony Music), 2014

My Silver Lining

I don’t want to wait anymore I’m tired of looking for answers
Take me some place where there’s music and there’s laughter
I don’t know if I’m scared of dying but I’m scared of living too fast, too slow
Regret, remorse, hold on, oh no I’ve got to go
There’s no starting over, no new beginnings, time races on
And you’ve just gotta keep on keeping on
Gotta keep on going, looking straight out on the road
Can’t worry ’bout what’s behind you or what’s coming for you further up the road
I try not to hold on to what is gone, I try to do right what is wrong
I try to keep on keeping on
Yeah I just keep on keeping on

I hear a voice calling
Calling out for me
These shackles I’ve made in an attempt to be free
Be it for reason, be it for love
I won’t take the easy road

I’ve woken up in a hotel room, my worries as big as the moon
Having no idea who or what or where I am
Something good comes with the bad
A song’s never just sad

There’s hope, there’s a silver lining
Show me my silver lining
Show me my silver lining

I hear a voice calling
Calling out for me
These shackles I’ve made in an attempt to be free
Be it for reason, be it for love
I won’t take the easy road

I won’t take the easy road
The easy road, the easy road

Show me my silver lining, I try to keep on keeping on
Show me my silver lining, I try to keep on keeping on
Show me my silver lining, I try to keep on keeping on
Show me my silver lining, I try to keep on keeping on

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Ausstellung “Der Warschauer Aufstand” in Berlin

Heute vor 100 Jahren war der Beginn des Ersten Weltkriegs, vor genau 70 Jahren, 1944, begann mit dem Warschauer Aufstand der Versuch, sich gegen die deutschen Besatzer zu wehren. Das Attentat auf Hitler war kurz zuvor gescheitert, die Alliierten waren in der Normandie schon gelandet. Der Aufstand im Warschauer Ghetto lag in gutes Jahr zurück. Es war das einzige Mal, dass sich während der Herrschaft und der Besatzung durch die Nationalsozialisten in Europa bewaffneter Widerstand geleistet wurde. 63 Tage dauerte der Kampf der polnischen Heimatarmee gegen die Deutschen. Zum Schluss mussten die Polen kapitulieren. Die Rache der Besatzer blieb nicht aus: Es folgten Massenmorde unter der Zivilbevölkerung sowie eine fast völlige Zerstörung der Stadt.

Warschauer Auftstand_Topographie des Terrors_2

Foto: Aus der Sammlung des Museums Warschauer Aufstand 1944

Eine Sonderausstellung der Stiftung Topographie des Terrors würdigt derzeit die mutigen Protagonisten der Zeit und schlägt den Bogen von einer pulsierenden Metropole über die Kriegsjahre hin zum modernen Warschau von heute. Die Schau steht unter der Schirmherrschaft der Staatspräsidenten der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland, Bronisław Komorowski und Joachim Gauck, die bei der Eröffnung am vergangenen Mittwoch anwesend waren.

Topographie des Terrors

Die Stiftung Topographie des Terrors setzt sich seit ihrem Bestehen 1992 in Dauer- und Sonderausstellungen mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Die Adresse ist geschichtsträchtig: Hier befanden sich in den Jahren von 1933 bis 1945 die wichtigsten Standorte der Reichsführung: das Geheime Staatspolizeiamt, die Reichsführung-SS, der Sicherheitsdienst der SS und während der Kriegsjahre auch das Reichssicherheitsamt. Über eine Million Besucher verzeichnet die Gedenkstätte jährlich.

Die Süddeutsche online erklärt zur aktuellen Ausstellung: „Was Heldenmut war und was eher ein Selbstmordkommando, wird hier aber gar nicht thematisiert. Die Ausstellung, die vom Museum des Warschauer Aufstands in Polen konzipiert ist, einem Haus mit durchaus nationaler Ausrichtung, will dem internationalen Publikum eine Geschichte erzählen, die für Polen identitätsstiftend ist, auch den Mythos der polnischen Heldennation nährt, in Deutschland aber vielen nur vage bekannt ist.“

Welt online hält fest: „Auf 68 Tafeln wird der Warschauer Aufstand knapp, aber äußerst prägnant dargestellt.“

Warschauer Auftstand_Topographie des Terrors_1

Der Warschauer Aufstand 1944
Open-air Ausstellung noch bis zum 26. Oktober 2014
auf 68 Tafeln

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

 

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Internationales Opernfestival “Oder oder Spree”

Die einen müssen noch lernen, brauchen Übung, die anderen sollen auf der Bühne Praxiserfahrung sammeln: Das Internationale Opernfestival Oder oder Spree bietet jungen Künstlern aus Deutschland und den osteuropäischen Ländern die Möglichkeit, nicht nur weitere Schritte in ihrer Ausbildung zu machen, sondern auch, in einem professionellen Rahmen aufzutreten.

Im Kreuzgang des wunderbaren Kloster Neuzelle (es lohnt sich, auch einen Blick in die barocke Kirche zu werfen), im mittelalterlichen Burghof in Beeskow, im Hof der Konzerthalle Frankfurt/Oder und in der ländlichen Kunstscheune Ragower Mühle erwarten den Besucher Opern- und Liederabende tief im östlichen Brandenburg.

Noch bis zum 17. August präsentieren die jungen Künstler ihr Können. Die Eigenproduktion „Così fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart steht heute, morgen und übermorgen in Neuzelle auf dem Programm, bevor es zu zwei weiteren Aufführungen zur Burg Beeskow zieht.

Mozarts Oper entstand 1789 und wurde 1790 uraufgeführt. Das kurz nach Mozarts Tod bereits heftig wegen Albernheit und Unmoral kritisierte Werk erholte sich erst im 20. Jahrhundert von den harschen Äußerungen, u. a. von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner. Der Inhalt ist kurz wiedergegeben: Zwei Männer testen die Treue ihrer Verlobten in der Verkleidung reicher Werbender und müssen feststellen, dass es in der Liebe keine Garantie gibt – auch wenn bei Mozart sich am Schluss doch alle wieder versöhnen.

Internationales Opernfestival "Oder oder Spree"

Oder oder Spree
noch bis zum 17. August

Alle weiteren Informationen und das vollständige Programm auf der Homepage des Festivals: hier

Bei Verwendung des Textes bitte Quelle angeben bzw. verlinken.

———————

Hinweis aus eigener Erfahrung:  Die Region ist wunderschön und lohnt eine Reise. Doch direkt an der Grenze Oder/Neiße sind viele Diebe unterwegs. Es empfiehlt sich daher, auf die Mitnahme von Wertsachen, so weit möglich, zu verzichten.

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Oper: „L’Orfeo“ von Claudio Monteverdi mit Christian Gerhaher im Prinzregententheater München

Sie gilt als die erste Oper: „L’Orfeo von Claudio Monteverdi (1567 – 1643). 1607 fand die Uraufführung in Mantua statt, durchgeführt von der Akademie der Verliebten, eine 1562 gegründete Wissenschaftsgesellschaft.

Die Oper markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Musiktheaters. Erstmals übertrug ein Komponist die Dramatik der erzählten Geschichte in die Musik. Das Stück gibt die griechischen Sage „Orpheus und Eurydike“ frei wieder: Der Künstler Orpheus, der um seine geliebte Eurydike trauert, erhält von den Göttern dank seines betörenden Gesangs die Chance, sie aus dem Reich der Toten zu erretten – nur umdrehen darf er sich dabei nicht. Orpheus scheitert und verliert seine Geliebte auf immer.

L’Orfeo“ von Claudio Monteverdi mit Christian Gerhaher im Prinzregententheater München

Bildnachweis: Bayerische Staatsoper

In der Rolle des Orpheus ist derzeit im Rahmen der Opernfestspiele in München in einer Neuinszenierung im Prinzregententheater Star-Bariton Christian Gerhaher (s. Feuilletonscout v. 11.6.2014 , Feuilletonscout v. 28.5.2014, Feuilletonscout v. 22.11.2013) zu sehen, der sich, unter der Regie von David Bösch durch eine Siebziger-Jahre-Welt der Hippies singt.

 

FAZ net lobt: „Christian Gerhaher macht Monteverdis „Orfeo“ bei den Opernfestspielen in München zum Ereignis.“

Die Süddeutsche über Gerhaher: „Zu ganz großer Form läuft Gerhaher auf, wenn es um die Zerrissenen, Geschundenen, Verzweifelten geht, dann schillert sein Bariton in allen Schattierungen von unheimlich fahl bis zur energischen Attacke.“

Der Münchner Merkur hält fest: „Gerhaher fällt auf eine eigentümliche Weise aus dem Rahmen. Durch sein Spiel, besonders aber durch seinen Gesang, bei dem in einer einzigen Phrase so viel Welthaltigkeit mitschwingen kann, wofür andere eine ganze Aufführung brauchen. Einer, der eben ganz für sich steht. Ein (Be-)Sonderling.“

L’Orfeo im Prinzregentheater München – Großes Haus
Prinzregentenplatz 12
81675 München

heute, 30. Juli, 18 Uhr zum letzten Mal.

 

Bei Verwendung des Textes bitte Quelle angeben bzw. verlinken.

 

 

 

 

 

 

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Neu im Kino: “Wacken 3D”

Wacken liegt nordwestlich von Itzehoe, in Schleswig-Holstein, Norddeutschland, 75 km von Hamburg entfernt. Seit 25 Jahren kommen hier einmal im Jahr am ersten Augustwochenende rund 75.000 Heavy Metal Fans aus aller Welt zusammen, um ihre Musik zu feiern: Dann wummert, kracht und rockt es ein Wochenende lang auf dem mittlerweile größten Festival dieser Art der Welt.

Vor acht Jahren schaute die Koreanerin Sung Hyung Cho in ihrer Dokumentation „Full Metal Village“ staunend auf das Schwermetall-Treiben zwischen Wiesen, Feldern und Kühen. Jetzt haben sich Fans mit ihrer Kamera ins Getümmel gestürzt. Aus Unmengen von Material machten sie einen 3D-Film, hatten zuvor Teilnehmer gecasted, begleiteten sie durch die „four days of music, mud an peace” und sparen auch nicht mit Backstage-Aufnahmen, um rechtzeitig zum Jubiläum ein Porträt des Open-Air-Festivals zu präsentieren.

Bei Welt online heißt es: „”Wacken 3D” hat keine Preise für den originellen Ansatz und den künstlerischen Wert verdient. Es ist ein Film für alle, die wieder in Wacken sein werden, für alle, die es immer gern gewesen wären, und für alle, die schon immer wissen wollten, was es damit auf sich hat.“

NDR online meint: „Dass es auf dem weltgrößten Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken durchaus ruhige Momente gibt und Metal-Anhänger nicht zwingend Krawallbrüder sind, soll “Wacken 3D” zeigen.“

Bei n-tv heißt es: „Die Geschichte des Festivals kennt mittlerweile sogar der Pfarrer in der Kirche. Dennoch ist der Film “Wacken 3D” nie langweilig. Er liefert spektakuläre Bilder und kommt dem Phänomen Wacken sehr nahe.“

Cinema online: „Der Film zeigt das Wacken-Bierfest als neue Form der deutschen Gemütlichkeit – mit Gummititten statt Gamsbart – und ist von Grund auf sympathisch.“

Wacken
vom 31. Juli bis 2. August 2014
Das Festival ist ausverkauft.

Neu im Kino: "Wacken 3D"

Kino zum Film: hier

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Sommerliche Musiktage Hitzacker

„Tanz“ heißt es dieser Tage bei den 69. Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker. Die verschiedenen Epochen des Tanzes stehen noch bis zum 3. August auf dem Spielplan des Festivals: Barock- und Renaissancetanz der Werke Johann Sebastian Bachs und Johann Georg Pisendels, Live-Tanzimprovisationen, ein Pas de deux zur Musik von Pierre Boulez, Maurice Ravels „La valse“, der Trauermarsch in Beethovens „Sinfonia eroica“, Franz Schrekers Ausdruckstanz-Komposition „Der Wind“ und die John Neumeier-Choreografie des Streichquartetts op. 130 von Ludwig van Beethoven, getanzt vom Bundesjugendballett. Richtig modern wird’s bei Tango und der „Late Night Lounge“ von DJ Eva.

Natürlich kommt auch das klassische Konzertprogramm nicht zu kurz. Heute Abend spielt das Kammermusikensemble Quatuor Diotima das letzte Streichquartett von Bela Bártok und kombiniert es mit dem von Maurice Ravel.

Sommerliche Musiktage Hitzacker

Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker sind das älteste Kammermusikfestival Deutschlands. Seit 1946 präsentiert es jährlich neun Tage lang von Ende Juli bis Anfang August Musik aus allen Epochen, immer wieder auch an ungewöhnlichen Orten, paart die Musik mit anderen Künsten oder ermöglicht Uraufführungen von extra für das Festival komponierten Stücken. Ergänzt wird das Programm durch Workshops, Kursangebote, Vorträge, Künstlergespräche und Exkursionen.

Sommerliche Musiktage Hitzacker
noch bis zum 3. August

Programm und Tickets: hier

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Feuilletonscout empfiehlt: „M. Claude und seine Töchter“ im Kino

Das Leben von M. Claude (Christian Clavier) könnt so schön sein: Der Notar aus dem kleinen Städtchen Chinon ist wohlhabend, hat ein großes, schönes Haus und vor allem: vier wunderbare, wunderschöne, erfolgreiche Töchter. Doch seine Vaterliebe wird auf eine harte Probe gestellt, als eine nach der anderen ihren Heiratskandidaten vorstellt: Ségolènes Auserwählter ist Chinese, Fréderique ehelicht den Muslim Rachid und Odile heiratet den Juden David. Nun ruht die ganze Hoffnung auf der Jüngsten, Laure. Und sie scheint die Hoffnungen der Eltern zu erfüllen: Charles ist Franzose, katholisch und die Hochzeit kann sogar in der kleinen Provinzkirche stattfinden, in der Claude seine Marie zum Traualter geführt hat. Doch als Laure Charles das erste Mal ihren Eltern vorstellt, reißt dem leidgeprüften Ehepaar der Geduldsfaden: Charles ist schwarz…

Feuilletonscout meint: „Die Töchter des M. Claude ist eine wunderbare, leichte Sommerkomödie. Mit charmanten Einfällen jongliert sich Regisseur Philippe de Chauverons durch das Thema Vorurteile und Rassismus. Denn: nicht nur die Verneuils müssen versuchen, mit ihren multi-kulti Schwiegersöhnen zurecht zu kommen, auch die jungen Männer müssen sich aneinander gewöhnen. Auch die Unkenrufe, der Film selbst sei rassistisch, sollte man getrost vergessen. Schon der Hofnarr hat mit Humor auf Probleme und Missstände aufmerksam gemacht. In „M. Claude und seine Töchter“ gelingt dies auf eine Art, die keine Minute langweilt und trotzdem einen Moment der Nachdenklichkeit zurücklässt.

M. Claude und seine Töcher

Kino zum Film: hier

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Literatur: Dieter Richter „Das Meer. Geschichte der ältestesten Landschaft“

Das Meer – Sehnsuchtsort für Badespaß und unbeschwerten Urlaub, für Romantik und Sonnenuntergänge, für stille Mondlandschaften, geheimnisvolles Rauschen, weite Ferne und unentdeckte Tiefen. Ort der Kreuzfahrtschiffe, des Handels, der Piraterie, auch des Schreckens. Mythen und Forschung finden sich hier, und in jüngster Zeit auch die Sorge um den Klimawandel und steigende Meeresspiegel.

Das Meer ist der größte Lebensraum auf der Erde. Fast dreiviertel unseres Planeten ist mit Salzwasser bedeckt. Viele Regionen, vor allem in großer Tiefe, sind für uns noch unbekanntes Terrain. Gleichzeitig sind Leben und die menschliche Kulturgeschichte nicht denkbar ohne das Meer. Vor allem dem Mittelmeer kommt im Zusammenhang mit der europäischen Kulturgeschichte eine besondere Bedeutung zu.

Dieter Richter, 1938 geboren, studierte Germanistik, Altphilologie und Theologie und lehrte als Professor überwiegend Kritische Literaturgeschichte und literaturwissenschaftliche Methodenlehre an die Universität Bremen. Für sein Buch „Der Süden. Geschichte einer Himmelsrichtung“ erhielt er den zweiten Platz des NDR Kultur Sachbuchpreises 2009.

Deutschlandradio Kultur positiv: „Dieter Richter macht mit seiner Kulturgeschichte des Meeres viel Lust aufs blaue Nass.“

Die taz hält fest: „An zahlreichen lebendig skizzierten kulturellen Zeugnissen zeigt der Autor, wie sich Menschen zumeist in der abendländischen Tradition seit dem Altertum mit dem Meer, sich selbst und Fragen nach Entstehen und Sein beschäftigt haben. Hatte das Meer einen Anfang, und wird es ein Ende haben? Wie ist das Salz ins Meer gekommen? Warum wird das Meer nicht voller, obwohl alle Wasser in es hineinlaufen? Und schließlich: Ist das Meer schön?“

Welt online meint. „Richter liest das Meer mit Ovid und Byron, mit Aristoteles, der Bibel und dem ägyptischen Totenbuch, aber nie mit Proletariat oder Pop.“

Literatur: Dieter Richter „Das Meer. Geschichte der ältestes Landschaft“

Dieter Richter:
Das Meer. Geschichte der ältesten Landschaft
Wagenbach, Berlin, 2014

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“Wassily Kandinsky. Lehrer am Bauhaus”. Ausstellung in Berlin

Seine Bilder kennt man, sie sind populär und manches schaffte es auch in die Massenvervielfältigung des Plakatdrucks und landete in Fluren, Wohnzimmer oder Küchen. Wassily Kandinsky (1866-1944), in Moskau geboren, lebte in Russland, Deutschland, Frankreich und war stets mittendrin, in den künstlerischen Umbrüchen der Zeit. Seine Lebensgefährtin war Gabriele Münter, seine Weggefährten Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky, Franz Marc, Alexander Rodtschenko oder auch Lyonel Feininger. Den Expressionismus und die abstrakte Kunst prägte er maßgeblich.

1922 folgte er dem Ruf von Walter Gropius ans Bauhaus in Weimar. Kandinsky lehrte dort bis zur Schließung des Hauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. Dieser eher unbekannten Episode im Leben des Künstlers widmet das Bauhaus Archiv in Berlin derzeit eine Ausstellung.

Leihgaben vom Centre Pompidou Paris, aus dem Getty Research Institute Los Angeles, aus der Stiftung Bauhaus Dessau und Bestände des Bauhaus Archivs in Berlin dokumentieren, wie Wassily Kandinsky den Unterricht vorbereitete, welche Materialien er zur Anschauung verwendet hat und was seine Schüler mitschrieben. Daneben zeigt die Ausstellung seine Bilder aus der Zeit am Bauhaus sowie Werke seiner Kollegen.

Im Tagesspiegel heißt es: „Wassily Kandinsky war stets als reflektierender Künstler bekannt, seine frühen Schriften, vor allem „Über das Geistige in der Kunst“ von 1911, zählen zu den Grundlagen der modernen Kunst. Im Bauhaus-Archiv ist nun zu sehen, wie sorgfältig Kandinsky seine Überlegungen weitergegeben hat.“

„Wassily Kandinsky. Lehrer am Bauhaus“. Ausstellung in Berlin

Wassily Kandinsky. Lehrer am Bauhaus
Ausstellung noch bis zum 8. September 2014

Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung
Klingelhöferstraße 14
D – 10785 Berlin

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag: 10-17 Uhr
dienstags geschlossen

Erwachsene Mittwoch, Donnerstag, Freitag 6,- € / Samstag, Sonntag, Montag 7,- €
Ermäßigt Mittwoch, Donnerstag, Freitag 3,- € / Samstag, Sonntag, Montag 4,- €

 

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Neu im Kino: „Feuerwerk am hellichten Tag“

Es ist der dritte Film des Regisseurs Yi’nan Diao und mit ihm erhielt der Chinese in diesem Jahr bei der Berlinale gleich den Goldenen Bären für den besten Film und den Silbernen Bären für den besten Hauptdarsteller.

In seinem Krimi erzählt Diao die Geschichte des Polizisten Zhang. Der wird zu einem Mordfall in der Provinz gerufen: Leichenteile liegen verstreut auf Kohlehalden. Die Verhaftung der mutmaßlichen Täter verläuft gewalttätig: Zwei Polizisten sterben und Zhang wird schwer verletzt. Er verfällt dem Alkohol, fünf Jahre später ist er vom Dienst suspendiert und arbeitet als Wachmann. Doch da geschehen plötzlich weitere Morde, die erstaunliche Parallelen zu dem alten Fall aufweisen. Zhang beginnt, nachzuforschen und entdeckt, dass alle Opfer in Beziehung zu einer wunderschönen Frau standen, die in einer Reinigung arbeitet.

Süddeutsche online hält fest: „Ein kleiner schwarzer Film aus der chinesischen Provinz, aus dem Kohlerevier im Norden.“

Spiegel online meint: „Ein meisterhafter Thriller.“

Deutschlandradio Kultur vernichtend: „Bei freundlicher Betrachtung geht der Krimi durch als Versuch, den Stil des Film-Noir wiederzubeleben. Wer unfreundlich reagiert, sieht lediglich einen schwachen Abklatsch legendärer Hollywood-Thriller der 1940er-Jahre. [...] Da lässt sich, und das tun inzwischen einige Rezensenten, prima hineindeuten, was man gern hineindeuten möchte, beispielsweise ein Bild der chinesischen Gesellschaft um die Jahrtausendwende.“

Die Berliner Zeitung fasst zusammen: „Dieser Film noir lebt ganz aus der Stimmung der Verlorenheit inmitten falscher Fährten. [...]Zum Interessantesten dieses wunderbaren Films gehört die Darstellung der Staatsmacht. In ihren winzigen Autos sich beratend, misstrauisch beäugt von den Arbeitern, traktiert von Kriminellen und erschöpft ihren Feierabend begießend, erscheint sie für chinesische Verhältnisse sensationell verwundbar.“

Cinema online lobt: „Der Noir-Thriller kombiniert schroffe winterliche Bilder mit den tragischen Einzelschicksalen von Menschen, die zu blindem Gehorsam gezwungen sind. [...] Atmosphärischer Arthouse-Thriller aus China, der geschickt die Zensur unterwandert.“

Neu im Kino: „Feuerwerk am hellichten Tage“

Kino zum Film: hier

 

 

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