Neu im Kino: „Men & Chicken“ mit Mads Mikkelsen

Neu im Kino: „Men & Chicken“Gabriel, frustrierter Philosophie-Professor, und Elias (Mads Mikkelsen), ein Tunichtgut, sind Brüder und könnten kaum ungleicher sein. Als sie nach dem Tod ihres Vaters erfahren, dass sie nur Halbbrüder sind, ist zwar die Erleichterung bei Gabriel zunächst groß, Elias nicht zu einem Vollblutverwandten zählen zu müssen, aber ihre gemeinsamen Wurzeln möchten sie dennoch kennen. Also reisen die Brüder zur Insel Ork, wo ihr leiblicher Vater ein Sanatorium betrieb. Doch zu ihrer Überraschung finden sie nur drei weitere Halbgeschwister, die sich das verwahrloste Anwesen mit jeder Menge Hühner teilen.

Der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen (geb. 1972) hat ein Herz für Weiterlesen

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Ausstellung: „Gehorsam“ von Peter Greenaway im Jüdischen Museum Berlin

Ausstellung: „Gehorsam“ von Peter Greenaway im Jüdischen Museum BerlinWas ist stärker: Das Gebot Gottes zu befolgen oder die Liebe des Vaters zu seinem Sohn? Die Geschichte Abrahams, der seinen Sohn Isaac opfern soll, ist in allen drei monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – bekannt, wird aber unterschiedlich ausgelegt. Gott erlöst Abraham schließlich von seinen Seelenqualen, indem er ihm einen Widder schickt und diesen als Opfer akzeptiert.

Peter Greenaway, vor allem bekannt durch große, tiefgründige Kinofilme, in denen Tod, Sex, Religion und Gewalt, aber auch Surreales eine Rolle spielen, und der seit den achtziger Jahren überwiegend als Maler, Performer, Theater- Weiterlesen

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Ein Moment mit… Elen. Die Musikerin aus Berlin hat gerade ihr Debütalbum veröffentlicht

Ein Moment mit... Elen. Die Musikerin aus Berlin hat gerade ihr Debütalbum veröffentlichtFür sie ist Straßenmusik die ehrlichste Form von Musik. Deswegen ließ sie sich auch nicht von Plattenfirmen einfangen, nachdem sie vor vier Jahren bei „The Voice of Germany“ die Jury überzeugt hatte. Sie sammelte lieber per Crowdfunding für ihr Debütalbum. Das erschien kürzlich, heißt „Elen“, und überzeugt mit reifen, kraft – und gefühlvollen Songs.

Feuilletonscout sprach mit der 25-jährigen Musikerin aus Berlin.

Feuilletonscout: Seit wann machst du Musik?
Elen: Eigentlich schon immer. Aber so richtig mit Auftreten usw. seit ca. 8 Jahren.

Feuilletonscout: Deine Stimme klingt voll, manchmal ein bisschen rau, sehr reif. Kein Jungmädchen-Gepiepse. Wann hast du diese Stimme entdeckt?
Elen: Ich hab schon immer gern gesungen, mich aber auch gern an anderen Instrumenten ausprobiert. Irgendwann wollte ich mal in einer Band als Schlagzeugerin anfangen. Da wurde mir geraten, die Finger davon zu lassen und mich mal ans Mikro zu stellen. Und das war der Punkt, der mich erst so richtig zum Singen gebracht hat.

Feuilletonscout: Hast du eine Gesangsausbildung gemacht?
Elen: Nein.

Feuilletonscout: Du hast als Straßenmusikerin angefangen. Wie kam es dazu? Weiterlesen

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Neu im Kino: „Underdog“

Neu im Kino: „Underdog“Die 13-jährige Lili liebt ihren Mischlingshund Hagen sehr. Für ihn spielt sie Trompete, als er im Bad eingesperrt wird und riskiert sogar den Rausschmiss aus ihrem Orchester, weil er die Proben stört. Als in Ungarn die Hundesteuer für Promenadenmischungen drastisch erhöht wird, will Lilis Vater für den Hund nicht zahlen. Er setzt Hagen aus. Auf der Straße warten auf den Vierbeiner nicht nur brutale Tierfänger, die Straßenhunde in Heime bringen, wo sie getötet werden, sondern auch anderes dunkles Gesindel. Hagen landet zunächst bei einem Obdachlosen, der ihn an einen zwielichtigen Geschäftsmann verkauft. Hagen wird zum Weiterlesen

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Literatur und Lesung: „Im Frühling sterben“ von Ralf Rothmann

Literatur und Lesung: „Im Frühling sterben“ von Ralf RothmannWalter und Friedrich sind Freunde. Als die beiden 17jährigen 1945, drei Monate vor Kriegsende, zwangsrekrutiert werden, gerät ihre Freundschaft zur Katastrophe. Denn während Walter als Versorgungsfahrer der Waffen-SS eingesetzt wird, muss Friedrich an die Front. Als er desertiert, man ihn fasst und zum Tode verurteilt, ist es Walter, der ihn erschießen soll.

Ralf Rothmann, geboren 1953, erhielt für seine Werke zahlreiche Auszeichnungen. Seinen aktuellen Roman siedelt er während der letzten Kriegstage in Ungarn an, als deutsche Offiziere ihre Männer mit brutalen Mitteln zwangen, anzugreifen, und die Soldaten im Angesicht des Todes wilde Orgien feierten. Weiterlesen

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Neu im Kino: „Atlantic“

Neu im Kino: „Atlantic“Jedes Jahr, wenn der Sommer zu Ende geht, macht sich beim jungen Fischer Fettah ein Gefühl der Leere breit. Die Touristen, die in das marokkanische Surferparadies, Fettahs Heimatort, kamen und zu Freunden wurden verlassen das Land und kehren nach Hause zurück. Als sich Fettah in die Holländerin Alexandra verliebt, ist sein Schmerz besonders groß. Gleichzeitig gibt er ihm die Kraft, sein Dorf zu verlassen. Mit dem Surfbrett will er nach Europa. Und steuert schon bald aufs offene Meer hinaus, dem Weg der Sehnsucht und Liebe folgend, der ihm alles abverlangt. Weiterlesen

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Rainald Grebe: „Volksmusik“ in Hamburg

Rainald Grebe_Gesa Simons

Rainald Grebe/© Gesa Simons

Deutsches Liedgut – wo ist es? Kennen wir überhaupt noch unsere Volkslieder? Wissen wir mehr von ihnen als den Liedanfang wie „Hoch auf dem gelben Wagen, sitz‘ ich beim Schwager vorn“, „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten“ oder „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum“?

Der Kabarettist Rainald Grebe, bekannt für bissigen Humor und beißenden Spott, begibt sich auf Spurensuche: Wo wird was gesungen? Können die Deutschen überhaupt (noch) singen? Wird in der Kita gesungen? Auf dem Fußballplatz oder Schulhof? Bei der Arbeit? Der Künstler reiste um die ganze Welt auf der Suche nach dem Volkslied. Überall fand er mehr als in der Heimat. Die Menschen singen rund um den Globus, können ihre traditionellen Weisen aus dem Effeff.

„Ich bin auf der Suche nach einem Gesangbuch für die Gegenwart…“, sagt Rainald Grebe. Mit einem musikalischen Abend im Hamburger Thalia Theater erforscht er, was die Lieder der Deutschen sind.

NDR online meint: „Grebe selbst schaut dem Volk für seine Show aufs Maul und singt ihm nach dem Mund – was nicht immer schön und schon gar nicht richtig sein muss. Aber doch unheimlich lustig ist – und überraschend lehrreich noch dazu. […] Das Volkslied ist demnach bei weitem nicht tot, es lebt, aber nur noch in Teilen.“

Das Hamburger Abendblatt hält fest: „In zwei unterhaltsamen Stunden macht er kurzen Prozess mit dem Wildwuchs der Mythen und Vorurteile über deutsches Liedgut und die Varianten der populären Musik von den Kinderliedern über Ballermann-Hits und Fußballstadion-Gesängen bis zu Schlagern von Mickie Krause.“

Die Berlin taz fasst zusammen: „Die besten Szenen des Abends gehören dem Volkschor, die absurdesten Liedzeilen kommen aus dem Liedgut des mallorquinischen „Ballermann“, die poetischsten steuert Rainald Grebe selbst bei: „Da ist ein Loch im Himmel, das geht nicht mehr zu.“ Es ist nicht alles gelungen an diesem Abend, aber weil viel dabei ist, nehmen viele etwas mit.“

Die nächsten Termine:
Sonntag, 28. Juni 2015
Dienstag, 7. Juli 2015

Alle Termine von Rainald Grebe und der Kapelle der Versöhnung hier

 



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Tipp zum Wochenende: „1. Open Stage“ bei „48 Stunden Neukölln“

Tipp zum Wochenende: „1. Open Stage“ bei „48 Stunden Neukölln“Jeder kann mitmachen! Und natürlich kann auch jeder zuschauen.

Die „1. Open Stage“ bietet jedem professionellen und semiprofessionellen darstellenden Künstler die Möglichkeit, seine Kunst auf der Bühne zu präsentieren. Sieben Minuten hat er, um unter dem Motto „Kunst rettet die Welt“ das Publikum zu überzeugen. Weiterlesen

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Neu im Kino: „Freistatt“

Neu im Kino: „Freistatt“In westdeutscher Nachkriegszeit wurde nicht lange gefackelt, wenn Kinder und Jugendliche als aufmüpfig und schwer erziehbar galten: Bis in die sechziger Jahre hinein kamen sie in kirchliche oder staatliche Erziehungseinrichtungen, wo sie häufig missbraucht und als billige Arbeitskräfte eingesetzt wurden. Danach landeten viele der seelisch Versehrten, die Widerspenstigsten unter den schwer Erziehbaren, in der so genannten Fürsorgeanstalt Freistatt bei Diepholz, wo das Martyrium weiterging.

Regisseur Marc Brummund, selbst in Diepholz geboren, begann seine Weiterlesen

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„Cabaret“ bei den Bad Hersfelder Festspielen

„Cabaret“ bei den Bad Hersfelder FestspielenDieter Wedel ist seit diesem Jahr dort Intendant, Sängerinnen wie Bettina Mönch als Sally Bowles, Judy Winter als Pensionswirtin Fräulein Schneider und Helen Schneider als Conférencier spielen in „Cabaret“ (vgl. auch Feuilletonscout vom 11.8.2014) – die Bad Hersfelder Festspiele ziehen die Stars an. Seit 1902 gibt es den Festspielverein – gespielt, gelesen und sich versammelt wurde in der größten romanischen Kirchenruine der Welt aber schon Anfang des 19. Jahrhunderts. Konrad Duden, der Leiter des Hersfelder Gymnasiums war es, der 1896 in der Ruine Volkfestspiele etablieren wollte. Zwar scheiterte er mit seinem Vorhaben, aber die Initiative für die Festspiele war angestoßen.

Heute fasst die Tribüne 1.600 Zuschauer. Seit 1968 thront über der Ruine ein faltbares Dach von Otto Frei, das zwar das Publikum, nicht aber die Schauspieler vor schlechtem Wetter schützt. Bis heute hielten sie tapfer durch (mit einer Ausnahme an einem Abend im August 2009).

Cabaret

Bettina Mönch als Sally Bowles_ (c) Klaus Lefebvre

Bettina Mönch als Sally Bowles_ (c) Klaus Lefebvre

Noch bis Ende Juli leben in der hessischen Kurstadt die frühen dreißiger Jahre auf, singen und tanzen die Nachtschwärmer und Prostituierten, die Homosexuellen und Emigranten im „Cabaret“. Der Star des Clubs, Sally Bowles, verliebt sich in den amerikanischen Schriftsteller Cliff Bradshaw. Sie träumen von einem gemeinsamen Leben und scheitern an der Realität, in der die Nationalsozialisten das Ruder in die Hand nehmen.
Regisseur Gil Mehmert geht musikalisch in seiner Inszenierung über die Bühnenfassung hinaus und bezieht auch Songs aus dem Spielfilm mit ein.

Die Hessische Niedersächsische Allgemeine online lobt die Inszenierung insgesamt und fasst zusammen: „Zum schwungvollen, abwechslungsreichen und scharf konturierten Sound des von Christoph Wohlleben geleiteten Orchesters gestaltet das großartige Darstellerensemble sowohl rauschende, wie auch melancholisch-intime Momente.“

Das Göttinger Tageblatt hält fest: „Zur Kurzweil trägt neben viel Kreativität in den Details und einem hochkarätigen Ensemble auch die Drehbühne bei, die Dynamik und Fokussierung ermöglicht.“

Radio ffh ebenso: „Mit einer bildstarken und stimmungsvollen Inszenierung ist die Musical-Premiere bei den Bad Hersfelder Festspielen über die Bühne gegangen.“

Helen Schneider, Björn Bonn und Rasmus Borkowski_(c) Klaus Lefebvre

Helen Schneider, Björn Bonn und Rasmus Borkowski_(c) Klaus Lefebvre

Bad Hersfelder Festspiele
Tickets und weitere Informationen hier

 

 

 

 

 

 

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