Konzert: Goira Feidman, der Meister des Klezmer, auf Tournee

Konzert: Goira Feidman, der Meister des Klezmer, auf Tournee

Giora Feidman 2009

Aufgewachsen ist Goira Feidman in Buenos Aires. Als Sohn von jüdischen Immigranten 1936 in Argentinien geboren, kam Goira Feidman zunächst vor allem mit jiddischen Liedern in Kontakt, die ihm die Mutter vorsang, später auch mit der Musik von Franz Schubert. Er lernt Klarinette und hat bereits mit 18 Jahren eine feste Anstellung an der renommiertesten Opernbühne Südamerikas, dem Teatro Colon.

1956 zieht er, mit einem Vertrag für das Israel Philharmonic Orchestra im Gepäck, nach Israel. 18 Jahre wird er dort bleiben, mit dem Orchester um die Welt reisen und unter weltberühmten Dirigenten wie Leonard Bernstein, Karl Münch, Raffael Kubelik, John Barbirolli und Eugene Ormandy sowie Zubin Mehta spielen.

Erst in den Weiterlesen

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Neu im Kino: „Höhere Gewalt”

Neu im Kino: „Höhere Gewalt"Als die Lawine auf die Terrasse des Gipfelrestaurants zurast, greift Mutter Ebba nach den Kindern und Vater Thomas ergreift – die Flucht, um sich und das Mobiltelefon zu retten. Dieser Moment des Im-Stich-Lassens verändert das Zusammenleben der Familie fundamental. Zwar ist nichts geschehen – die Lawine kam rechtzeitig zum Stillstand – aber das Gefüge von Vater, Mutter, Kinder hat Risse bekommen. Kann Ebba ihrem Mann noch vertrauen, der vor Angst aufspringt und davonläuft? Thomas bestreitet dies, sagt, er habe die Situation nur anders erlebt. Doch der Schock sitzt tief: Thomas muss sich als Vater und Ehemann neu behaupten und nicht nur Vertrauen zurückgewinnen, sondern auch sein eigenes Ego samt Männlichkeit wiederherstellen, bevor die Familie zu explodieren droht. Weiterlesen

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Ausstellung: “Ralf König: Echte Kerle!” im Wilhelm Busch Museum Hannover

Ausstellung: "Ralf König: Echte Kerle!" im Wilhelm Busch Museum HannoverDie Nasen seien größer als die Penisse, also seien die Zeichnungen von Ralf König Kunst. So entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn 1993, und damit war der Versuch des Bayerischen Jugendamtes, die Comics des schwulen Künstlers auf den Index setzen und verbieten zu lassen, gescheitert.

Ralf König, 1960 in Soest/Westfalen geboren, setzt sich in seinen Geschichten immer wieder gegen Vorurteile gegen Homosexuelle ein. Mit „Der bewegte Mann“ im Jahr 1987 gelang ihm erstmals ein Publikumserfolg auch jenseits der Homosexuellenszene. Die Verfilmung mit Katja Riemann, Till Schweiger und Joachim Król in den Hauptrollen machte den Comic endgültig salonfähig. Weiterlesen

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Neu im Kino: „Die Legende der Prinzessin Kaguya”

Neu im Kino: „Die Legende der Prinzessin Kaguya"Als der alte Bambussammler Okina eines Tages bei seiner Arbeit eine fingergroße Prinzessin findet, nimmt er die die kleine Hoheit mit zu sich nach Hause. Dort verwandelt sie sich, nachdem es seine Ehefrau berührt hat, in ein Baby. Das Paar, das selbst keine Kinder hat, beschließt, das Mädchen groß zu ziehen und nenne es Takenoko. Rasend schnell wächst Takenoko zu einer wunderschönen Frau heran. Und als der Bambussammler im Wald edle Stoffe und Gold findet weiß er, dass Kaguya, wie er es nun nennt, eine große Zukunft beschieden ist. So geben die Zieheltern den neuen Reichtum für Erziehung und ein großes Anwesen aus. Und schon bald stehen auch reiche Verehrer vor der Tür der kleinen Familie. Doch der Prinzessin ist so gar nicht nach heiraten zumute, und sie stellt den Kandidaten unlösbare Aufgaben. Das unbeschwerte Leben für Kaguya auf dieser Welt ist jeodch damit vorbei. Weiterlesen

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“Remember”: Motetten der Renaissance und des Barock im a-capella-Konzert mit cantamus Berlin

"Remember": Motetten der Renaissance im a-capella-Konzert mit cantamus BerlinSeit 12 Jahren gibt es den Kammerchor cantamus berlin. Seitdem widmen sich die Sängerinnen und Sänger geistlichen und weltlichen a-capella-Werken von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert. Jährlich erarbeitet der Chor, der aus 31 Mitgliedern besteht und nicht mehr als 8 Personen pro Stimme umfasst, zwei Konzertprogramme.
Heute, am Tag der Hausmusik, und morgen, am Totensonntag, richtet sich der Blick unter dem Titel „Remember“ auf englische Motetten aus Renaissance und Barock. Zu hören sind vom Choral bis zu doppelchörigen Motetten Werke u.a. von Thomas Tallis, Henry Purcell, Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach. Weiterlesen

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Operette „Candide“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden in der Bearbeitung von Leonard Bernstein

Operette "Candide" im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Romina Boscolo, Gloria Rehm, William Saetre, Aaron Cawley, Wolfgang Vater
Foto: Paul Leclaire

Er wird von kriegerischen Soldaten gefangen genommen, gerät in das große Erdbeben von Lissabon, wird von der Inquisition verfolgt, mit dem Tod bedroht, begegnet Laster und Verfall, Habgier und Verrat, Vergewaltigung und Folter, verlässt das Paradies „El Dorado“ und sieht seine große Liebe Cunégonde dahinwelken: Candide.

Der Held in Voltaires Satire ist der illegitime, etwas einfach gestrickte Neffe des westfälischen Barons Thunder-ten-tronckh. Nachdem man ihn mit der wunderschönen Cunégonde in flagranti ertappt hat, wird er vom Schloss gejagt. Im Gepäck die wohlmeinende Erziehung seines Lehrers Pangloss, Weiterlesen

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Neu im Kino: „Einer nach dem Anderen“

Neu im Kino: „Einer nach dem Anderen“Nils Dickmann ist Schwede und lebt in einem kleinen norwegischen Ort. Er hat sich mit Frau und Sohn gut eingelebt, man könnte auch sagen: integriert, und ist äußerst beliebt. Als Schneepflugfahrer räumt er so zuverlässig die Straßen frei, dass die Gemeinde ihn sogar zum Bürger des Jahres gewählt hat. Doch dann stirbt Nils‘ Sohn Ingvar an einer Überdosis Heroin, was Nils nicht glauben kann. Er stellt fest, dass Ingvar als Drogenkurier zwischen die Fronten geraten ist und von der Mafia getötet wurde. Unbarmherzig macht sich Nils daran, seinen Sohn zu rächen. Und räumt bald nicht mehr nur Schnee akribisch beiseite, sondern auch Leichen…Eine nach der anderen. Weiterlesen

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Feuilletonscout empfiehlt …. Orquestrina Baborák

Feuilletonscout empfiehlt .... Orquestrina Baborák

Bildnachweis: Lucie Cermakova

“Ausverkauft” prangt über der Abendkasse der Kammerphilharmonie Berlin. Heute Abend spielt das Orquestrina Baborák bekannte Filmmusiken, Tangos von Piazzola und Maurice Ravels „Boléro“ in Kammermusikbesetzung. Und ausverkauft muss ein solches Konzert auch sein.

Hornist Radek Baborák spielt Weltklasse, und sein Ensemble steht ihm in nichts nach. Weiterlesen

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Interview: Ein Moment mit … den Flamenco nuevo Gitarristen Alexander Kilian und Jan Pascal alias Café del mundo

Unser Gespräch ist morgens um halb neun per Skype. Alexander Kilian und Jan Pascal sitzen in ihrem Studio. Gut gelaunt lachen sie in die Webcam. Sie haben mehr als vier Stunden geschlafen und sind gut drauf.

Feuilletonscout: Warum habt ihr euch den Namen Café del mundo gegeben?

Café del mundo - Jan Pascal

Jan Pascal

Jan: Es gab mal, als wir unter “Jan Pascal & Alexander Kilian” spielten eine Konzertbesprechung, in der der Rezensent schrieb, er fühle sich in das legendäre “Café cantante” Andalusiens versetzt. Daraus haben wir dann auf einer unserer langen Autofahrten “Café del mundo” gemacht, weil das für unser offener klang.

Feuilletonscout: Wann habt ihr angefangen, Gitarre zu spielen? Und wie seid ihr zum Flamenco gekommen?
Jan: Ich habe mit sechs Jahren mit klassischer Gitarre angefangen, dann kam Rock. Anschließend habe ich erst einmal eine Ausbildung zum Tontechniker gemacht, bevor ich in Heidelberg mit einer klassischen Gesangsausbildung begann. Schließlich bin ich losgezogen und habe mir meine eigenen Lehrer gesucht. Diese Suche endete im Flamenco.
Alexander: Ich war zehn Jahre alt, als ich mit klassischer Gitarre anfing. Dann habe ich Zaza Miminoshvili aus Georgien getroffen, der mich inzwischen seit vielen Jahren begleitet. Er war übrigens 2014 beim European Song Contest dabei. Zaza Miminoshvili hat mir die Folklore nahe gebracht. Dann kam noch die Musik von Paco de Lucía hinzu, und ich wusste: Das ist es für mich. Weiterlesen

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Literatur: Krimimarathon Berlin-Brandenburg vom 19. bis zum 23. November 2014

Literatur: Krimimarathon Berlin-Brandenburg vom 19. bis zum 23. November 2014Berlin-Brandenburgs größtes Krimifestival wird fünf. Doch wenn man es genau nimmt, dann hat das Berlin-Brandenburgische Krimifestival Geburtstag, denn erstmals geht das mörderische Vergnügen über die Berliner Stadtgrenzen hinaus ins Umland. Angefangen hatte es 2010 noch an einem Ort, dem Café und Restaurant Freiraum im Prenzlauer Berg, mehrere Stunden mit mehreren Autoren. Bereits ab dem zweiten Jahr weitete sich das Festival zeitlich und räumlich aus. Nun hieß es: mehrere Tage, noch mehr Autoren und viel mehr Orte in Berlin. Weiterlesen

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